Über mich

 

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Schwimmen, Radfahren, Laufen: Das ist mein Leben

Ich war nicht immer die ausgeglichene, glückliche Hobbyathletin wie heute. Es gab Phasen, in denen Sportsucht und eine damit verbundene Essstörung meinen Alltag bestimmten. Über drei Jahre war ich deswegen untergewichtig und dauerverletzt. Heute stehe ich vor dem Spiegel und kann mit Stolz behaupten, es geschafft zu haben. Doch das war ein langer Weg.

Von diesem Weg – und vielem mehr – möchte ich den Menschen erzählen. Immer in der Hoffnung, jeden ambitionierten Hobbysportler davon zu überzeugen, dass es, wie bei allem im Leben, um Balance geht. Und dass es kein Drama ist, eben NICHT jeden Tag eine noch bessere Version von sich selbst zu werden.

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Schwimmen ist ein tolles Alternativtraining für alle Läufer

Als ich vor vier Jahren anfing zu laufen, stellten sich schnell Erfolge ein: Das Gewicht purzelte, die Körperform straffte sich, die Trainingsziele wurden erfüllt. Die Motivation stieg mit der wachsenden Bewunderung aus dem eigenen Umfeld. Davon angespornt, wollte ich immer höher hinaus. Nach dem Marathon musste es ein Triathlon sein, dann ein Sixpack. Wenn erst einmal das Belohnungssystem durch Leistungssteigerung in Gang gesetzt wird, nimmt der Sport schnell den größten Stellenwert im Alltag ein. Irgendwann brauchte ich dann die Belohnung täglich…

Ich bin fast täglich gelaufen, ansonsten stand HIT (High Intensity Training) an. Squats, Sit-ups, Burpees – die ganze Palette. Motiviert von meinem Umfeld und den Erfolgen wollte ich immer mehr. Bis aus Spaß ein unkontrollierter Zwang wurde. In der Mittagspause rannte ich das Treppenhaus rauf und runter und legte mir Termine so, dass der Radweg dorthin möglichst lange war. Ich tat dies einerseits, um das berauschende Gefühl zu bekommen, und andererseits hatte ich panische Angst, meine Form zu verlieren, wenn ich mich nicht bewegte. Fiel aus irgendeinem Grund eine Einheit ins Wasser, wurde ich unausstehlich und aggressiv, gönnte mir nichts mehr.

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Heute verstehe ich es, dass der Körper auch mal Pausen und Ausgleichstraining braucht

Irgendwann lief ich dann auch mit Schmerzen (und mit Schmerzmitteln), weil es immer noch besser war, als zu Hause Trübsal zu blasen. Das ging mehrere Jahre so, bis der Körper irgendwann einfach nicht mehr konnte und ich aufwachte. Es folgten Ermüdungsbrüche und Knochenödeme – von verlorenen Freundschaften ganz zu schweigen.

Dank treuen Freunden, meiner Familie und einem gezielten Sportprogramm mit ausreichend Ruhetagen habe ich es geschafft, da wieder herauszukommen.

Zwar sehne ich mich auch heute noch nach täglichem Training, aber für mich geht es jetzt vor allem um den Spaß an der Bewegung und nicht um Bestzeiten oder Modelmaße. Ich hatte völlig vergessen, wie sehr ich es genieße, mit meinem Freund durch den Park zu laufen, ohne auf irgendeine Pace zu achten – und wie grlücklich ich bin, einfach nur gesund und draußen an der frischen Luft zu sein. Und darum sollte es am Ende doch für jeden von uns gehen: Die pure Freude am aktiven Leben und dem schönsten Sport der Welt.

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