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Vegane Ernährung und Triathlon – passt das zusammen?

Die westliche Welt ist geradezu besessen von Protein.

Vor allem Sportler fürchten sich oft, dass sie durch eine vegane Ernährung zu wenig von diesem Makronährstoff aufnehmen würden und versuchen es erst gar nicht. Weil: Nur durch Körner, Brokkoli und Bohnen kann man doch keine Leistung bringen. Oder? Und speziell Triathleten brauchen ziemlich viel davon, um keine Muskelkraft einzubüßen. Man sollte also meinen, dass vegane Ernährung und Triathlon nicht zusammenpassen, richtig?

Ganz im Gegenteil. Die meisten Sportwissenschaftler sind davon überzeugt, dass eine gut geplante vegane Ernährungsweise sämtliche Makronährstoffe liefert, die Athleten brauchen, um fit fürs Training zu sein und sich vom selbigen gut regenerieren zu können. „Grün” zu essen hält Profis wie Patrick Lange und Laura Philipp schließlich auch nicht davon ab, Rennen zu gewinnen. Warum also sollte nicht auch ich von der veganen Ernährungsweise profitieren?

Dachte ich so und probiere das jetzt seit einigen Wochen einfach aus.

WhatsApp Image 2017-08-16 at 15.44.12Für einen Quark-Junkie wie mich war die Umstellung gar nicht so leicht – Fleisch und Fisch esse ich schon lange nicht mehr und fehlen mir auch nicht. Doch auf Milchprodukte zu verzichten – das war schon eine Challenge. Auf der anderen Seite motivierte mich aber der Gedanke, vielleicht eine bessere Haut zu bekommen, weniger Blähbauch zu haben und mich insgesamt wohler und fitter zu fühlen. Warum: Fleisch, Fisch, Milchprodukte fördern Entzündungen. Und die sind das letzte, was Sportler gebrauchen können. Je weniger der Körper mit Entzündungen zu kämpfen hat, desto leichter ist es für ihn, Muskeln zu kontrahieren. Man ist also in der Lage, einerseits härter zu trainieren und gleichzeitig schneller wieder fit zu sein.

So zumindest die Theorie.

WhatsApp Image 2017-08-16 at 15.44.11.jpegWas aber feststeht: Um pflanzliche Nahrung zu verdauen, braucht man nicht so viel Energie aufwenden. Dadurch steht dem Körper mehr davon zur Verfügung. Natürlich auch deshalb, weil man Dinge wie Quark, Käse oder Hühnchen durch kohlenhydratreichere Lebensmittel ersetzt wie Bohnen, Linsen, Amaranth, Quinoa, Buchweizen oder Wildreis. Das ist insofern praktisch für Sportler, weil sie ja für ihre Trainingsumfänge viele Kohlenhydrate brauchen.

WhatsApp Image 2017-08-16 at 15.45.30Was ich damit sagen will: Man braucht kein Veganer zu sein, um sportliche Höchstleistungen zu bringen oder gesund zu leben. Man braucht es aber auch nicht nicht zu sein! Jeder Körper und jeder Organismus funktioniert anders und natürlich muss Essen auch Spaß machen und nicht nur seinen Zweck erfüllen.

Ich für meinen Teil kann nur folgendes über meinen veganen Exkurs berichten

  • Seit der Umstellung wache ich morgens auf und fühle mich frisch bzw. weniger verdrückt.
  • Meine sportliche Leistung hat sich deutlich verbessert, weil ich ohne Schmerzen (mehr) trainieren kann.
  • Nach harten Einheiten bin ich schneller wieder fit.
  • Die Qualität meines Schlafes hat sich verbessert.
  • Meine Haut ist deutlich reiner geworden.

WhatsApp Image 2017-08-16 at 15.44.10(1).jpegDies alles motiviert mich jetzt natürlich sehr, dran zu bleiben und der Milch und all dem anderen tierischen Rest Adieu zu sagen. Nichtsdestotrotz „fehlt“ mir mein Hüttenkäse trotzdem und ich kann auch jetzt noch nicht sagen, ob ich das auf immer so durchziehen werde. Im Moment bekommt es mir gut und es macht mir auch richtig Spaß. Vor allem wahrscheinlich auch deshalb, weil ich es nicht so super streng sehe. Denn wenn ich halt mal auf ein Ei Lust habe, dann esse ich einfach eins. Oder wenn ich mal Bock auf einen Salat mit Thunfisch habe, dann bestelle ich das auch. Oder Sushi! Oh lecker Sushi! Das Leben ist einfach zu kurz, um es von Verboten bestimmen zu lassen.

Seid Ihr meiner Meinung oder habt ähnliche Erfahrungen gemacht? Dann würde es mich freuen, davon zu lesen!

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