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Faszinierend Teil 2: Rollst du noch oder triggerst du schon?

In meinem letzten Artikel (Faszinierend Teil 1) habe ich mich mit dem ganzheitlichen Ansatz des Faszientrainings auseinandergesetzt und euch ein wenig darüber berichtet, wann und wie ich diese Ausgleichsübungen in meinen Alltag einbaue. Der Schwerpunkt lag besonders in der Anwenung der Backroll: Durch das Rollen mit der Schaumstoff-Rolle erzeugen wir eine starke Flüssigkeitsansammlung – die Lymphe konzentriert sich auf die Stelle, an der wir uns rollen. Die Faszie wird hier sozusagen stark befeuchtet und ihr Gleitverhalten verbessert. Dadurch erzielen wir mehr Raum für Muskeln oder Organe, die von der Faszienhülle umschlungen werden. Das Resultat: Wir fühlen uns befreiter und können uns besser bewegen.

Rollen hilft nur kurzfristig

19059284_828706967307379_4334428013397820543_nWas jetzt bekannt ist: Dieser Zustand hält leider nur maximal 48 Stunden an, denn dann zieht sich das Gewebe wieder zusammen. Warum? Wenn wir eine starke Verspannung haben, lagert sich das Strukturprotein Kollagen im Bindegewebe ein. Dies hat zur Folge, dass sich die Muskelfaser nicht mehr funktionell bewegen kann, sogenannte Cross Links bilden sich und die Muskulatur verklebt. Durch das Rollen auf der Oberfläche kommen wir nicht tief genug, um die Verklebungen zu lösen. Ein Dilemma also, doch es gibt seit kurzem eine Lösung für dieses Problem und ich habe das mal ausprobiert – das Lösen von Verspannungen mit dem Trigger von TMX.

Mit der speziellen, aber sehr leicht anzuwendenden Trigger-Methode kann die Muskulatur in der Tiefe so stimuliert werden, dass es eine direkte Auswirkung auf das schmerzende Gewebe hat. So lässt sich eine Verspannung zielorientierter und langfristiger lösen.

Wie funktioniert Triggern?

2017-07-09 20.13.44.pngTMX rückt die altbekannte Akupressur wieder in den Vordergrund. Experten der Physiotherapie wissen: Wir brauchen einen punktuellen, langanhaltenden und gezielten Druck auf den Muskel, wenn wir tiefe Verspannungen lösen wollen. Durch den Druck des TMX werden die Kollagene auseinandergepresst. Zusätzlich wird die Durchblutung gefördert und der Stoffwechsel angekurbelt.

Getriggert wird einfach die schmerzende Stelle, man muss kein physiotherapeutisches Wissen haben, um bestimmte Punkte zu treffen. Gesicht und Bauch sowie Knochen sollten aber zur Sicherheit nicht mit dem Trigger bearbeitet werden. Sonst aber sind alle Stellen, wo Muskeln und Sehnenansätze sind, problemlos triggern.

Bei wem sich Verspannungen aber trotzdem hartnäckig halten, der sollte zum Arzt oder Physio gehen, die mit dem Trigger trotz aller Funktionalität nicht ersetzen können.

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3 Gedanken zu „Faszinierend Teil 2: Rollst du noch oder triggerst du schon?“

  1. Das ist ja cool, ich habe momentan eine üble Verspannung zwischen Nacken und Schulter, fühlt sich wie ein Knochen an 😀 Vielleicht sollte ich mir das Teil mal zulegen 🙂
    Liebe Grüße
    Sophie

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