Allgemein

Yoga macht Läufer geschmeidig

In einer Welt voller Hektik und Leistungsdruck verlieren wir uns allzu oft – im Terminstress, im Wettkampfdruck oder sogar in Beziehungsproblemen. Ruhe und Entspannung können uns dabei helfen, unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Dass Yoga das kann und dass es uns sogar leistungsfähiger macht, hätte ich selbst nie geglaubt. Bis ich vor wenigen Monaten Yogi Sinah kennengelernt und Vinyasa Yoga entdeckt habe. 

Höher, schneller, weiter. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, Leistung ist unser Motor. Sie bringt uns persönlich und wirtschaftlich weiter. Leistung ist Anstrengung und Leistung ist gut. Leistung fördert Kreativität und Produktivität. Die ist nicht nur bei sportlichen Erfolgen sichtbar. Häufig setzen wir uns dabei aber stark unter Druck…

Doch zu viel Stress führt zu Nervosität, Reizbarkeit und Frust. Fehlende Wertschätzung und Leistungsdruck können sogar zu Schlafstörungen bis hin zu Herzrhythmusstörungen führen. Stark wettbewerbs- und erfolgsorientierte Menschen (wie viele von uns Läufern) sind besonders gefährdet. Wer zu hoher Leistungsbereitschaft neigt, sich stark engagiert und auf Erholungsphasen verzichtet, kann langfristig nicht nur keine Leistung mehr bringen, sondern sich ernsthaft nachhaltig verletzen. Ich bin das beste Beispiel. Hätte ich nur rechtzeitig in mich hinein gehört und festgestellt, dass ich voll ins Übertraining gerasselt bin, hätte ich jetzt bestimmt kein langwieriges Knochenödem im Fuß und Frust ohne Ende. Ich habe mich völlig verloren…

Doch in den letzten Monaten habe ich Yoga auf eine Art und Weise kennengelernt, die ich vorher nicht kannte und eigentlich immer belächelt habe. Yoga hat mir geholfen, den Weg zu meiner Balance zu finden und meine Selbstheilungskräfte anzukurbeln.

Yoga und Laufen: Zwei ungleiche Geschwister

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YOGA UND LAUFEN? JA, DAS PASST SUPER ZUSAMMEN!

Auch wenn es für den einen oder anderen komisch klingt: Yoga und Laufen sind sich sehr ähnlich. Und doch haben sie unterschiedliche Eigenschaften genug, um sich gegenseitig positiv zu beeinflussen.

In den folgenden 6 Punkten werde ich Parallelen und Unterschiede zwischen Lauftraining und Yoga in den Bereichen Atmung, Muskeldehnung, Muskelaufbau und Regeneration aufzeigen und damit deutlich machen, wie wertvoll das eine oder andere Yogastündchen für Sportler sein kann.

1. Tiefere Atmung

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DER KRIEGER – EINES DER BELIEBTESTEN ASANAS

Bei Yoga wie auch beim Laufen ist das Atmen sehr wichtig. Einmal falsch geatmet und schon hat man fieses Seitenstechen und muss erst mal langsam machen. Durch spezielle Atemübungen beim Yoga wird die Atemgewohnheit so verbessert, dass man tiefer, ruhiger und gleichmäßiger atmet. So fällt es leichter, auch beim Laufen ein rhythmisches Gefühl zu erlangen. Gleichzeitig wird die Bauchatmung intensiviert. Das führt dazu, dass die Lunge mehr Sauerstoff aufnehmen kann, was mehr Ausdauer und Leistungsfähigkeit bringt. Yoga korrigiert weiterhin die Körperhaltung. Dies macht sich in aufrechtem Gang bemerkbar und auch durch eine verbesserte Haltung beim Laufen. So schafft es die Lunge, mehr Luft einzuatmen.

2. Bessere Haltung

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YOGA SORGT FÜR EINE GUTE FIGUR – NICHT NUR IN LAUFSCHUHEN

Wer Fehlstellungen kennt, weiß, dass das zu ernsthaften Problemen beim Laufen führen kann. Hat sich erst ein Fehler in die Laufroutine eingeschlichen, ist diese nur schwer allein durch Laufen wieder zu korrigieren. Daher ist es wichtig, diesen Risiken entgegen zu wirken bzw. vorzubeugen. Wo sich Haltungsschäden bereits entwickelt haben, kann Yoga dafür sorgen, dass sie sich nicht verschlimmern, ansonsten ist es vor allem zur Prävention hervorragend geeignet. Yoga verbessert generell das Körpergefühl, so dass man sich einseitigen Belastungen eher bewusst wird. So läuft man nicht nur sicherer, sondern auch ökonomischer und letztendlich schneller!

3. Mehr Geschmeidigkeit

Die richtigen Yoga-Übungen können jene Muskelpartien dehnen, die beim Laufen beansprucht werden. Das sorgt für mehr Beweglichkeit. Auch so werden Bewegungen beim Laufen ökonomischer und anpassungsfähiger, zum Beispiel auf unebenen oder schiefen Boden. Verschiedene Geschwindigkeiten werden einfacher ausgeglichen. So wird der Lauffluss noch einheitlicher. Ausdauer und Schnelligkeit werden gefördert.

4. Mehr Muskeln

Die Übungen beim Yoga, genannt Asanas, stärken ganz gezielt die Beinmuskulatur, Bauch und Rücken sowie Hüften. Wer gerne und viel läuft, der weiß, dass stärkere Muskeln einfach einen besseren Halt und mehr Kontrolle geben. Gerade die tiefer liegenden Muskelpartien werden durch die Übungen trainiert. So wird beim Laufen die Beanspruchung von Knie und Sprunggelenken reduziert. Gerade hier ist das Risiko von Über- und Fehlbelastung besonders hoch, genau wie das Verletzungsrisiko. Auch die Achillessehne wird durch richtige Yoga-Übungen entlastet und ist vor Zerrungen besser geschützt. Die Kräftigung der Muskeln führt am Ende auch wieder auch zu einer Steigerung der Laufleistung.

5. Schneller wieder fit

Während des Yogatrainings werden die Muskeln gedehnt, aufgebaut und gleichzeitig ihre Regeneration gefördert. Entspannungsübungen, die sich an jede Yoga-Session anschließen, beschleunigen den Abbau von Milchsäure, die im Körper für Muskelkater sorgt. So werden Selbstheilungskräfte aktiviert und gleichfalls Schlackenstoffe schneller entfernt. Die Regenerationsphasen werden kürzer.

6. Besser konzentriert

Wer läuft, weiß, dass Loslassen genauso wichtig ist wie die Überwindung und die bewusste Kontrolle über den Körper, besonders auf schwierigen und langen Strecken. Durch den meditativen Zeil beim Yoga lernt man, Gelerntes so zu speichern, dass es immer abrufbar ist. So bleibt der Fokus immer bei sich selbst. Diese Konzentration schafft gleichzeitig eine Zerstreuung vom Alltag, wie ein kleiner Urlaub vom Alltag. Das sorgt auf Dauer für geistige Ausgeglichenheit und Fokussierung auf die eigenen Stärken, Schwächen, Wünsche und Ziele.

Fazit: Eine perfekte Kombination

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DIE INTENSITÄTEN DÜRFEN DENNOCH NICHT UNTERSCHÄTZT WERDEN. ENTWEDER YOGA ODER LAUFEN, SONST DROHEN ÜBERLASTUNGEN

Yoga und Laufen sind eine tolle Ergänzung zueinander. Spaß, Freude und Leichtigkeit beim Yoga helfen beim Herausfinden, was man wirklich will. Nimm dir Zeit auf der Matte und finde heraus, was sich gut für dich anfühlt. Belohne dich mit einem coolen, bequemen Outfit und einer guten Yogamatte. Das motiviert! Kleiner Tipp: Über den Online-Shop Gorilla Sports könnt Ihr hochwertige Klamotten, Matten und praktische Yoga-Untensilien zum fairen Preis bequem zu euch nach Hause bestellen. Wenn es nämlich eines gibt, was ich in meiner bisherigen Yoga-Erfahrung sagen kann, dann ist es die Wichtigkeit des Equipments. Ich würde nicht allzu sehr nur auf den Preis achten. Zu dünne und billige Matten tun einfach nur an den Knien weh und machen keine Freude. Auch die Klamotten sollten so am Körper sitzen, dass man sich pudelwohl fühlt. Alles andere hemmt einen nur in der Ausübung der Asanas.

Erforsche, was dich glücklich macht und was dir wirklich etwas bringt. Ob der Yoga Kurs in deinem Fitnessstudio oder der Besuch in einem speziellen Yoga-Studio – es gibt riesengroße Unterschiede und aus meiner Erfahrung kommt es vor allem darauf an, wer da vorne steht und was er dir vorlebt.  Und: Yoga ist in der Regel nicht sehr günstig (zwischen 10 und 20 Euro pro Stunde), daher bietet sich ein „Reinschnuppern“ auch zu Hause mit einer Smartphone App an (z.B. Asana Rebel).

Mein Favorit: Vinyasa Yoga für die Sportskanonen

 

Mein persönlicher Favorit ist wie schon angesprochen Vinyasa Yoga. Diese Form ist ein dynamischer und anstrengender Yogastil, in dem sich Bewegung und Atmung zu einem fließenden Miteinander verbinden. Hier werden verschiedene Körperpositionen variiert angeordnet, sodass ein harmonischer und kreativer Fluss von Bewegungsabläufen entsteht. Es sind die Körperhaltungen (Asanas), die im Vinyasa Yoga im Mittelpunkt stehen. Sie fordern körperlich und mental und schulen gleichzeitig Stabilität in der Körpermitte, die wir wiederum beim Ausüben anderer Sportarten, vor allem beim Laufen, so dringend brauchen.

Ich würde mich freuen, wenn ich so manchen leidenschaftlichen Läufer dazu motivieren kann, es einfach mal auszuprobieren. Folge mir auch gerne auf Instagram, wo ich aus meinem Läuferalltag berichte und immer wieder neue Formen von Alternativtraining ausprobiere.

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YOGA KANN AUCH GANZ SCHÖN SPORTLICH SEIN 🙂

Die meisten haben sicher schon mit dem Gedanken gespielt, jetzt kann ich nur noch raten: Versuch es einfach mal! Und wenn es absolut nichts für dich ist: Das ist total okay! Yoga ist nicht für JEDEN perfekt. So wie auch nicht jeder Mensch perfekt ist. Beim Yoga lernt man das auf eine ganz sonderbare Weise lernen und akzeptieren. Namaste.

Food for Fitness Tipp: Schaut auch gerne mal bei meiner Bloggerkollegin Kathi von Wild&Fit vorbei – sie stellt hier die 6 besten Yoga Übungen für nach dem Lauf vor.

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