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3 Tage Saftfasten mit Frank Juice

Ich brauche dringend Urlaub.

Ein ganz normaler Satz für einen Menschen, der lange nicht zur Ruhe kam, viel Stress hat und nur noch gereizt durch den Alltag wie in einem Hamsterrad hastet. Kennt eigentlich jeder. Und was machen wir dann? Wir bitten unsere Arbeitgeber um ein paar Tage Pause und lassen den Alltag einmal außen vor, um wieder Kraft zu tanken.

Genau wie ein Mensch ist auch der Darm ein sensibles Gemüt und reagiert negativ auf zu viele äußere wie auch innere Reize. Ich denke dabei an das Buch „Darm mit Charme“, in dem Giulia Enders wirklich charmant aufbereitet hat, dass der Darm unser zweites Gehirn ist und mit hoher und liebevoller Aufmerksamkeit behandelt werden sollte. Auch „Clean“ von Dr. Alejandro Junger und Amely Greeven regen hier zum Nachdenken an.

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Ich war ein Quark-Junkie

Mein Darm jedenfalls schrie in letzter Zeit voller Verzweiflung zu seinem Gehirn-Nachbarn da oben, dass ich ihm doch bitte einmal wieder etwas Gutes tun soll – ihm Urlaub schenken und einmal richtig ausspannen lassen, das wär’s. Und da ich mir bereits letztes Jahr im Frühling eine kleine „Auszeit vom Essen“ gönnte – hier könnt Ihr meine Erfahrung nachlesen – und gute Erfahrungen damit machte, wollte ich das Ganze wiederholen. Nicht etwa um abzunehmen entschied ich mich erneut für das Saftfasten (das ist nur ein Nebeneffekt, der nach wenigen Tagen eh wieder „gegessen“ ist). Nein. Es geht mir auch diesmal vielmehr darum, wieder mehr in meinen Bauch reinzuhören, ihn bewusster wahrzunehmen und vor allem auch um einen Art „Reset“ Button zu drücken für einen Neuanfang. Warum? Was ich vor allem ernährungstechnisch in den letzten Monaten mit mir getrieben habe, war wirklich kein Spaziergang für meinen Darmtrakt. Viel zu viel Milchprodukte restriktiv Eiweiß, zu wenig Fett und Kohlenhydrate und überhaupt eine derart säurelastige Ernährung, für die sich mein Körper dementsprechend bedankt hat: Mit Blähbauch, Unwohlsein, Heißhunger, Mikro- und Makro-Nährstoffmangel und allerlei psychichem Mist, der hier den Rahmen sprengen würde. Ich war ein Quarkjunkie und das will ich nun ändern. Wie ich das anstelle, erzähle ich dann im nächsten Blogbeitrag 🙂

Nun aber zurück zur Detox Kur, welche ich gestern erfolgreich abgeschlossen habe. Wer jetzt übrigens denkt, dass „der Körper doch genügend Energie hat, um sich selbst zu reinigen und kein Detoxing braucht“ oder auch „mehrere Tage lang keine feste Nahrung zu sich zu nehmen doch wieder nur Stress für den Körper bedeutet„: Ich verstehe das und war noch lange ähnlicher Meinung. Vor allem zu Punkt 1. Doch wie gesagt interpretiere ich eine Saftkur eher als Urlaub vom Alltag wie als Stress und meine letztjährige Erfahrung hat mir eben dieses bestätigt. Und ganz ehrlich: Ich bin an einem Punkt, wo ein radikaler Cut kaum schaden kann, sondern vielmehr der Beginn auf einem neuen Weg bedeutet.

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3 Tage Saftfasten mit Frank Juice

Im Gegensatz zum letzten Mal habe ich mir die Säfte nicht selbst zubereitet, sondern bequem nach Hause liefern lassen. Der Münchner Cleanse Experte Frank Juice war so freundlich, mich mit den insgesamt 18 Säften – verteilt auf drei Tage – auszustatten. Alles Bio, alles am Vortag frisch entsaftet und ohne jede Zusatzstoffe. Also ganz nach meinem Geschmack 🙂 Auf Dienstleister wie Frank Juice zurückzugreifen hat natürlich aber noch weitere Vorteile: Man spart sich den Kauf eines Entsafters und die Zeit in der Küche. Wobei meinem kleinen Kochherz diese Zeit schon fehlte, ich gebe es zu 🙂 So blieb aber deutlich mehr für andere Dinge übrig: In die Badewanne steigen, lesen, einen Film gucken, auf die Blackroll gehen, etwas Yoga oder auch einfach mal wegnicken. Alles Dinge, bei denen ich mich sonst eher zwingen oder hetzen muss. Überhaupt soll man ja die Kurtage eher etwas ruhiger angehen lassen, was so oder so auch gar nicht anders geht: Man ist abends echt müde, tagsüber etwas gereizter und (Achtung Mädels) man friert vor allem ab dem zweiten Tag. Zudem leichtes Kopfweh am ersten. Völlig klar, wenn man den ganzen Tag nur kalte Säfte schlürft (im 2-stündigen Abstand übrigens, von 10 bis 20 Uhr) und auf seinen geliebten Kaffee verzichtet. Auch literweise warmer Kräutertee hilft da nur bedingt. Also: dicker anziehen, im Büro einen Platz bei der Heizung wählen und nachts Socken im Bett tragen.

Ansonsten kann ich jeden beruhigen, den diese Dinge abschrecken – ich wurde mit wirklich (glaubt mir) mit ALLEN Nährstoffen versorgt, die der Körper braucht und ich hatte auch kein wirkliches Hungergefühl. Ein Zeichen dafür, dass die Säfte sehr gut ausgewogen sind. Wieder einmal wurde mir bewusst, dass viele Zwischenmahlzeiten eher aus Langeweile als aus Hunger im Mund landen. Auch was die Menge betrifft, weil man dem Essen keine Aufmerksamkeit schenkt. Bei einem Saft genießt man wirklich jeden Schluck und erkundet die Geschmacksnoten, zelebriert eine „Mahlzeit“ fast.

Wie beim letzten Mal hatte ich außerdem ausreichend Energie für Job und Sport. Gut, Bestzeiten sind nicht drin, doch ein Ründchen Laufen, Schwimmen, Fahrradfahren oder etwas Gymnastik gehen immer.

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Alles ist wieder im Saft 

Die drei Tage gingen rasch vorbei, trotzdem war ich froh um den letzten Saft am Dienstagabend – wie jeden Tag die letzte Saftportion in Form einer wärmenden und sättigenden Cashewmilch mit Sesam, Datteln und Vanille. Für mich war dies das geschmackliche Highlight der Kur, wobei die anderen grünen und roten Säfte auch in Ordnung sind. Man hat erstens eh keine andere Wahl und zweitens gewöhnt man sich schnell an die Eigenartigkeit von flüssigem Sellerie, Brokkoli oder Roter Beete. Außerdem waren auch obstlastigere Varianten mit Ananas und Apfel zur Entschädigung dabei – ich habe nämlich Stufe 1 für „Cleanse Einsteiger“ geschickt bekommen, worum ich ehrlich gesagt dankbar bin.

Alles in allem war die Kur also wieder ein voller Erfolg und ich fühle mich frisch, erholt und habe ein angenehmes Körpergefühl. Die Ernährungsumstellung kann also starten! wie gesagt: Mehr dazu bald hier im Blog 🙂

Ich muss aber auch zugeben, dass ich das nächste mal wahrscheinlich wieder selbst Hand an den Entsafter lege. Dies hat mehrere Gründe: 1. schätze ich das Gefühl, mir in der Küche etwas zuzubereiten und das fehlte mir hier komplett, 2. im Gegensatz zu Frank Juice kann man bei den Zutaten jeden Tag ein wenig variieren, sodass die Geschmacksknospen mehr Zufriedenheitsgefühle ans Hirn senden und 3. ist das Doityourself-Saftfasten schlichtweg günstiger (140 Euro FrankJuice für 3 Tage versus 135 Euro Obst und Gemüse für 5 Tage inkl. Entsafter, den man dann ja weiterhin nutzen kann).

Trotzdem mag ich das Konzept von Frank Juice und empfehle es auch gerne weiter. Vor allem ist es interessant für Menschen, die keine Zeit und Lust auf Selbermachen haben oder viel unterwegs sind. Jedenfalls fühle ich mich jetzt wieder „voll im Saft“ und ich bin dankbar um diese neue Erfahrung.

 

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